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13. Februar 2010 · Mac Apple Aperture 3 - Ein erster Erfahrungsbericht

Apple Aperture 3 - Ein erster Erfahrungsbericht

Apple’s hauseigene professionelle Fotobearbeitungs- und Verwaltungssoftware Aperture erfuhr am Dienstag, den 9. Februar 2010 ein großes Update: Aperture 3, das laut Apple mit über 200 neuen Funktionen aufwartet, soll sich an seinem iLife-Pendant iPhoto orientieren und einige Features wie Gesichtserkennung oder Verwaltung nach Orten übernommen haben. Ein erster Eindruck.

Da ich bisher mit Adobe PS4 und iPhoto gearbeitet habe, hat mich diese Version von Aperture besonders interessiert. Wie bereits erwähnt hat sie Funktionen von iPhoto übernommen, aber auch nützliche Erweiterungen in Sachen Bildbearbeitung erhalten. Also gleich geladen und ausprobiert!

Äußerlich wirkt Aperture 3 wenig anders als die Testversion seines Vorgängers, die ich vor einem halben Jahr ausprobiert habe. Was mir beim Öffnen meiner iPhoto-Bibliothek, die sich mit zwei Klicks recht einfach importieren lässt, sofort auffällt, ist, dass mein Rechner richtig „einschläft“. Aperture 3 verbraucht fast ein Gigabyte Arbeitsspeicher, was sich bei meinen zwei Gigabyte doch sehr bemerkbar macht. Völlig flüssiges Arbeiten ist auch nach dem Schließen von allen Programmen leider nicht möglich. Sehr beeindruckend wirkt die bildschirmfüllende Anzeige, die elegant Werkzeuge ein- und ausblenden lässt. Die gesamte Bearbeitung, das Sichten und Verwalten der Bilder lassen sich nun im Vollbild-Modus erledigen, was sehr praktisch und beeindruckend ist. Alle Schaltflächen sind relativ selbsterklärend und einfach gestaltet, wie man es von Apple auch gewöhnt ist.

Das Verwalten nach Projekten richtet sich bei aus iPhoto importierten Dateien jetzt an den dort erstellten Ereignissen, was für mich als iPhoto-User das Auffinden meiner Fotos ziemlich einfach macht. Umgewöhnen muss man sich jetzt fast nicht. Auch die Pinsel sind ganz nett: alle Dinge, die ich in PS4 an den Fotos verbessert habe, lassen sich auch in Aperture machen. Die vorgefertigten Quick-Brushes bieten bestimmte Verbesserungsmöglichkeiten wie das Glätten von Hautpartien und tun ihren Job eigentlich recht gut. Auch kann man die bearbeiteten Bildabschnitte mit ein paar Klicks farbig anzeigen lassen, um zu sehen ob man nicht wo was vergessen hat. Ich habe auch den Eindruck, dass Aperture die Druckstufen von meinem Wacom Bamboo Tablet besser verarbeitet als Photoshop, aber dafür will ich meine Hand nicht ins Feuer legen.

Die übernommene Gesichtserkennungsfunktion wurde in Aperture um einiges verbessert: Aperture erkennt Gesichter, die iPhoto nicht bemerkt hätte. Bei einem Import aus iPhoto wird die bereits vorhandene Gesichter-Pinnwand mit übernommen. Ich bin positiv überrascht, da es in iPhoto nervig war, auf vielen Bildern die Gesichter manuell zu markieren.

Erwähnenswert sind noch die hübscheren und aufwändigeren Slideshows und der Umstieg auf 64-Bit-Architektur.

Das sind jetzt nur ein paar Funktionen, die mir besonders aufgefallen sind, weil sie zu meinem Workflow gehören. Aperture 3 bietet laut Apple u. A. noch Erkennung von GPS-Daten um den Bilden Orte hinzuzufügen und verbesserte, größere Möglichkeiten zur Fotobuchgestaltung. Auch Videoclips – mit HD-Unterstützung – lassen sich zurechtschneiden und man kann Standbilder erstellen.

Mein Fazit

Aperture lohnt sich auf jeden Fall, wenn man professionell mit Fotografie arbeiten will und die entsprechend leistungsstarke Hardware besitzt. Es ist eine recht elegant wirkende Software, die in ihrer jetzigen Version besonders leicht zu handhaben ist, wenn man Erfahrung mit dem kleinen Bruder iPhoto hat. Um aus den Bildern das Beste rauszuholen ist Aperture ebenso geeignet, für wirkliche tiefgehende Retusche rate ich dann allerdings doch lieber zu Adobe. Sich als Fotograf, ob nun hobbymäßig oder professionell, mal die Testversion zu holen ist aber sicherlich nicht verkehrt. Ich verweise deshalb schonmal auf die Video-Tutorials – man sollte sich ein eigenes Bild davon machen!

Über die Autorin

Farah Schüller

Nürnberg, Deutschland

Farah ist derzeit noch Abiturientin und strebt ein Studium der Informations- und Kommunikationstechnik oder Medizin an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg an. Ihre Leidenschaft ist das Fotografieren, man findet sie aber meist vor ihrem MacBook oder diversen Videospielkonsolen.

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