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30. Januar 2010 · Gadgets Apple iPad

Apple iPad

Am vergangen Mittwoch veröffentlichte Apple das iPad. Was kann man denn überhaupt alles mit dem iPad anstellen? Mehr dazu in dieser News.

Die Gerüchteküche brodelte schon im vergangenen Jahr, aber in den letzten Woche nahezu ununterbrochen. Dabei ging es natürlich überwiegend um Apples mögliches neues Produkt, das eigentlich schon seit zwei Jahren in Planung ist und Steves größte Tat aller Zeiten gewesen sein soll. Und nun ist es da: Das Apple iPad

Das Apple iPad ist letztlich eine Mischung aus MacBook und iPhone bzw. iPod touch. Der erste Eindruck ist dennoch sehr positiv. Das iPad wirkt äußerlich sehr schick und passt sich exakt in das bekannte Produktdesign ein. Es ist 1,34 cm dick, 24,28 cm hoch und 18,97 cm breit. Wiegen tut es nur knapp 700 Gramm. Außerdem verfügt es über ein 9,7-Zoll LCD-IPS-Display mit einer Multi-Touch-Oberfläche, präsentiert in der Auflösung von 1024x768 Pixeln. Im Inneren werkelt ein Prozessor des, im Jahr 2007 erworbenen Chipherstellers P.A.Semi, ein 1 GHz Apple A4. Platz finden alle Daten auf wahlweise 16 GB, 32 GB oder 64 GB Flash-Speicher. Das Durchhaltevermögen dürfte darüber hinaus für Freude sorgen, denn Apple gibt eine Akku-Laufzeit von bis zu 10 Stunden an. Dies entspricht immerhin einem Flug von San Francisco nach Tokio!

Die wichtigsten Funktionen und Fakten

Aber was kann man alles machen und anstellen mit dem iPad? Dies werden wir im Folgenden klären.

Natürlich kann man mit dem iPad surfen. Safari dient als Browser, ähnlich wie auf dem iPhone bzw. iPod touch. Auf Flash wird allerdings immer noch verzichtet. Seit Monaten wird auf eine baldige Flash Unterstützung auf dem iPhone gewartet.

Hauptsächlich soll das iPad als Lesegerät dienen, um ein Buch, eine Zeitung oder ein Magazin mobil zu lesen. Dazu steht nun „iBooks“ bereit, ein Store in dem Bücher als E-Books erworben werden können.

Insgesamt wurde die Wiedergabe von Medien auf dem iPad deutlich optimiert. Es gleicht nahezu eins zu eins iTunes, bedient sich auf die selbe Art und Weise und bereitet vorhandene Medien sinnvoll auf. Die Wiedergabe von HD-Materialien (Filme und Fernsehsendungen), sowie das Betrachten von Fotos wird ebenso unterstützt.

Dank einer modifizierten iWork-Version ist es auf dem iPad möglich Dokumente, Tabellenkalkulationen und Präsentationen entweder zu erstellen oder bestehende zu bearbeiten. Aber auch das Empfangen von Emails ist dem iPad kein Fremdwort und wird sogar durchaus sehr positiv gezeigt. Eine nahtlose App-Store-Unterstützung erlaubt zudem die Nutzung als unter anderem Spielekonsole. Über 140.000 Applikationen bieten dabei jede Menge Spiele aus verschiedenen Genres.

Wie funktioniert das iPad?

Auf dem iPad werkelt ein modifiziertes iPhone OS, welches im Vergleich zum iPhone in der Lage ist, den Homescreen noch individueller an die eigenen Bedürfnisse und den eigenen Geschmack anzupassen. Das Hintergrundbild kann je nach Wunsch ersetzt werden. App Store, iTunes Store und sämtliche Standard-Applikationen erhielten eine optische Anpassung an die Displaygröße. Da bleibt nur eines zu erwähnen, die Menüs und Applikationen sind gewohnt simpel und minimalistisch gehalten, was zur Usability im Umkehrschluss beiträgt und zum Beispiel das iPhone unter anderem maßgeblich zum Erfolg geführt hat.

Erwähnenswert ist dabei die iBooks-Applikation. Apple hat hier tatsächlich versucht ein ähnliches Feeling, wenn auch nicht physikalisch, beim Lesen auf dem Tablet Mac hervorzurufen.

Tatsache ist, dass Apple hier nun einen weiteren Part des iTunes Store realisiert hat. Einen Book Store, der sich nun neben dem App, Music und Movie Store einordnet. Apple deckt somit im Prinzip alle Bereiche der Unterhaltungsbranche ab und profitiert von diesem Markt nicht nur in den letzten Jahren, sondern wird es im Insbesonderen in der Zukunft. Natürlich dürfte Apple damit großteils die Aufmerksamkeit der Industrie (Musik-, Film- und Bücher-) auf sich lenken.

Sechs iPad-Versionen

Das Apple iPad verzichtet natürlich nicht auf eine drahtlose Internetverbindung. Das geschieht wahlweise über WiFi oder UMTS, wobei das UMTS-Modul nur optional gegen einen Aufpreis angeboten wird. Somit ergeben sich insgesamt sechs Produktversionen: Das Apple iPad mit 16 - 64 GB mit WiFi, ohne UMTS-Modult, kostet 499 US-Dollar, 599 US-Dollar bzw. 699 US-Dollar. Mit UMTS-Modul werden nochmals 120 US-Dollar mehr fällig. Einziges Trostpflaster ist dabei, dass der Tablet Mac in einen nahezu vollwertigen Mac verwandelt werden kann. Dazu entwickelte man ein iPad-Dock mit Keyboard. Was das dann jedoch kosten wird, ist bisher noch nicht bekannt. Das iPad mit UMTS-Modul ist in 90 Tagen und das iPad ohne UMTS-Modul ist in 60 Tagen weltweit im Handel zu kaufen. Natürlich wird das iPad mit UMTS-Modul vom Werk aus Simlockfrei ausgeliefert.

Fazit

Der gestrige Abend erfüllte im Grunde die Erwartungen an das Event. Dennoch hat Apple das Rad nicht neu erfunden, auch handelt es sich beim Apple iPad nicht um eine weltbewegende Innovation. Eines ist Apple definitiv gelungen, zunächst jede Menge Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und einen gewohnt intuitiven Gesamteindruck zu hinterlassen. Ob es eine ähnliche Popularität erreichen kann, wie das iPhone, muss sich erst noch zeigen. Festzuhalten ist lediglich, dass durch die einfache Bedienung und die Fähigkeit den Tablet Mac nach Belieben zu erweitern, nicht nur eine Nische bedient wird, sondern dank des Preise vor allem auch das konsumfreudige Klientel.

Quelle: sevenmac

Über den Autor

Torben Höhn

Harrislee, Deutschland

Torben besucht den 12. Jahrgang der HLA Flensburg und strebt dort die Fachhochschulreife in der Fachrichtung Informatik an. Außerdem interessiert er sich für Fotografie und Deskmodding und natürlich Technik im Allgemeinen.

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